REGELWERK
Genau so, wie sich unser Setting zum gewöhnlichen GTA RP unterscheidet, unterscheiden sich auch unsere RP-Regeln zu den vermeintlich bekannte Grundsätzen. Bitte lest das nachfolgende Regelwerk aufmerksam durch.
Die Teilnahme an diesem Event ist gleichzusetzen mit dem Einverständnis, sich an das nachfolgende Regelwerk und die Guides zu halten, sowie die Entscheidungen des Teams zu akzeptieren, unabhängig davon, ob diese explizit durch das Regelwerk abgedeckt sind. Das Team entscheidet ausschließlich zum Wohl des Events und nicht nach den Bequemlichkeiten der Spielenden.
Fairplay
Verhalte dich so, dass für alle Beteiligten jederzeit ein faires und authentisches Rollenspielerlebnis entsteht. Unter Fairplay verstehen wir u.a.:
- auf RP-Angebote anderer einzugehen und selber RP-Angebote zu unterbreiten
- echten Handlungsspielraum zu ermöglichen
- Handlungen, die in ihren Ausmaßen & Eskalationsstufen angemessen sind
- die Priorisierung einer intensiven Geschichte vor dem persönlichen „Sieg“
- kein Metawissen auszuspielen
Interaktionen mit Mitspielenden sollen diesen Grundsätzen jederzeit folgen.
Unser Team behält es sich vor, Handlungen/Aktionen, die hier nicht explizit gelistet sind, als Verstoß gegen die Fairplay-Regel zu werten, sollten wir der Meinung sein, dass diese nicht unserem gewünschten Rollenspielanspruch entsprechen. Sanktionen werden in erster Instanz ingame ausgeführt und sind als solche zu bespielen; bei zu starken Vergehen kann es auch ohne Vorwarnungen zu einem direkten Ausschluss aus dem Event kommen.
Identität & Aussehen
Los Santos ist verlassen und liegt in Trümmer. Vorbei sind die Zeiten der Anonymität in der einstigen Millionenstadt. Insbesondere in diesem Szenario mit so wenig Teilnehmenden wäre es daher mehr als seltsam, jemanden nicht anhand des Aussehens, Verhaltens oder der Stimme wiedererkennen zu können.
Identität verbergen & erkennen
Keine Spielmechanik wird dir in diesem Setting auf magische Weise Anonymität schenken – du musst sie dir schon hart erarbeiten. Deine Charakteridentität hängt maßgeblich an fünf Merkmalen:
- Gesicht
- Stimme & Sprachverhalten
- Tätowierungen
- Frisur
- Kleidung
Bekannte & Vertraute:
Du wirst von Bekannten immer erkannt, außer du veränderst alle fünf Merkmale gleichzeitig.
Nur der maximale Aufwand kann in diesem Fall dafür sorgen, dass Menschen dich nicht erkennen, die regelmäßigen Kontakt mit dir haben. Willst du sie dennoch täuschen, musst du sozusagen ein »neuer Mensch« werden.
Fremde:
Fremde sind leichter zu täuschen, aber nicht zwangsläufig dumm. Gesicht & Stimme zu verändern reicht zunächst aus.
Begegnest du ihnen jedoch ein zweites Mal – diesmal ohne Verschleierungen – können sie dich schon anhand von schwachen Indizien (Kleidung, Frisur, Tätowierungen) wiedererkennen.
Dauerhafte Anonymität ist also ziemlich schwierig bist fast unmöglich aufrecht zu erhalten. Bist du dir sicher, dass niemand deine Tätowierung erkannt hat? Welche Outfitkombination hattest du das letzte Mal an? Wird es Zeit die Maske zu wechseln? Deine Haare kannst du auch nicht all zu oft abschneiden. So stimmbegabt, wie du dachtest, bist du vielleicht gar nicht. Und ob dich dabei jemand oder etwas beobachtet und alles aufzeichnet, kannst du niemals sicher wissen.
Tja, so ist das hier nun einmal.
Aussehen verändern
Während du deine Kleidung beliebig oft verändern und kombinieren kannst (sofern keine zu starken Clipping-Fehler entstehen), gilt dies nicht für deine Frisur & Gesichtsbehaarung.
Im Rahmen dieses Settings bitten wir euch darum, dieses relativ realistisch auszuspielen. Das heißt, dass euch in den Ruinen von Los(t) Santos Perücken, Färbungen/Tönungen und Co eher nicht zur Verfügung stehen und man mit Kamm und Schere tendenziell keine längeren Haare bekommt.
Me-Chat & Szenen setzen
ME-Chat
Die Me-Chat-Funktion ist eine rollenspielerische Erweiterung, mit der mittels kurzer Beschreibungen Gestik, Mimik und wahrnehmbare Handlungen eines Charakters hervorgehoben werden können. Sie ist weder dafür da, unausgesprochene Gedanken sichtbar zu machen, halbe Romane zu schreiben, noch andere damit in Spielsituationen zu powern.
Szenen setzen
Die Szenen-setzen-Funktion erweitert das Rollenspiel mit platzierbaren Textnachrichten, die als Beschreibungen einer spezifisch veränderten Situation (»Szene«) dienen. So können Umgebungen z.B. in einem realistischen und kleinen Ausmaß angepasst werden, die sich spielmechanisch nicht verändern lassen.
BEISPIEL 1: Charakter A schläft auf einer blanken Matratze und loggt sich für den Tag aus. Charakter B setzt eine Szene neben Charakter A und kommentiert sie mit »eine grün-rot gestreifte Wolldecke liegt über A platziert«. Charakter A hat somit die Möglichkeit, beim nächsten Einloggen darauf zu reagieren.
Szenen können zudem auch dafür genutzt werden, länger anhaltende offensichtliche (d.h. visuell klar erkennbare) Veränderungen an euren Charakteren für andere deutlich zu machen.
BEISPIEL 2: Charakter A hat sich an der Hand verletzt und konnte sie noch nicht behandeln lassen. Mit der Szenen-setzen-Funktion platziert er nun den Hinweis »blutende Hand« und pinnt diesen an die passende Position am eigenen Char-Körper an. Charakter B kommt aus der Entfernung auf Charakter A zu und erkennt diesen Hinweis erst ab einer gewissen Nähe und kann direkt darauf eingehen.
Szenen sind nicht dafür da, Nachrichten an Stellen zu hinterlassen (dafür gibt es Notizzettel) oder eure Char-Geschichte an euch zu tackern (das spielt ihr bitte verbal aus).
Haupt- & Nebencharaktere
Hauptcharaktere
Alle Teilnehmenden besitzen nur einen einzigen Hauptcharakter. Mit diesem Hauptcharakter besitzen sie vollständige Handlungsfreiheit im Rahmen dieses Events. Die Geschichten dieser Hauptcharaktere so lange wie möglich zu erzählen, muss für alle Teilnehmenden die oberster Priorität sein.
Nebencharaktere
Nebencharaktere können erst bespielt werden, wenn der jeweilige Hauptcharakter einen Permadeath erlitten hat. Sie unterstehen jedoch im Gegensatz zu Hauptcharakteren deutlich stärkeren Einschränkungen:
- sie sind keine regulären Teilnehmenden der Show, erhalten daher auch keine etwaigen Belohnungen
- sie haben eingeschränkte Handlungsfreiheit, die den Direktiven der Projektleitung unterliegt
- sie dürfen keine Gruppen gründen oder anführen
- sterben sie, ist das Event für die jeweiligen Spielenden dahinter vorbei
- am letzten Event-Spieltag werden keine neuen Nebencharaktere genehmigt
Darstellung von Gewalt & sensiblen Inhalten
Das dystopische Überlebenssetting im Showformat lädt dazu ein, etwas stärker über die Stränge zu schlagen als üblich. Das soll in einem gewissen Grad auch durchaus möglich sein. Doch irgendwann ist eine Grenze erreicht, bei der es nicht mehr um Rollenspiel geht. Folgende Darstellungen von Gewalt wollen wir während dieses Events nicht sehen:
- übermäßige Folter / „Torture Porn“
- sexuelle Übergriffe
- RP-lose Kämpfe & Waffengewalt
Ebenso ist es zu unterlassen, folgende Inhalte aus- oder anzuspielen:
- dauerhafte körperliche Einschränkungen als Charaktermerkmal
- Psychische Erkrankungen
- Psychologisches & psychotherapeutisches Fachwissen
- Verharmlosung oder Relativierung menschenfeindlicher und diskriminierender Handlungen sowie Aussagen
Die explizite Darstellung von zum Setting passenden Inhalten wie Paranoia, psychischer Labilität, erhöhter Aggressivität & Gewaltbereitschaft, Sekten- und Kultverhalten sowie Selbstverletzung (ohne Suizidalität) sind nur mit äußerstem Feingefühl zu handhaben.
Agiert angstgesteuert, unterlasst die Simulation klinischer Diagnosen. Reagiert auf die Spielwelt, nicht auf innere Stimmen. Wenn ihr euch unsicher seid, wie ihr sowas bespielt, spielt es lieber erst gar nicht an/aus.
Ein eklatantes Vergehen wird mit sofortigem Eventausschluss und Sperrung zur Teilnahme an künftigen Events sanktioniert. Schämt euch!
Verletzungen & Charaktertod (Permadeath)
Verletzungen
Dieses Event ist tödlich und erbarmungslos. Um dies angemessen widerzuspiegeln, forcieren wir bei schwereren Verletzungen mechanische Nachteile, die ausschließlich durch Mitspielende mit medizinischem Know-How (= Medic-Mechanik) entfernt werden können. Ein Abwarten oder der beliebte »das ging in die Weste/Schulter« wird in diesem Szenario nicht dafür sorgen, dass ihr Konsequenzen negieren oder schnell abhandeln könnt.
Charaktertod (Permadeath)
Ihr könnt jederzeit eigenständig und ohne vorherige Anmeldung bei der Projektleitung entscheiden, euren Charakter sterben zu lassen. Das Wiederkehren mit vollwertigen neuen Charakteren ist für dieses Event jedoch nicht vorgesehen. Ein Charakter. Ein Leben. Eine Chance.
Ihr seid jedoch nicht zu 100% selbst für euer Schicksal verantwortlich. Sollten eure Charakter in zu kurzer Zeit zu viele Verletzungen hintereinander erleiden, wird von Teamseite ebenfalls der Permadeath als Konsequenz forciert.
Schüsse von Handfeuerwaffen in lebenswichtige Körperregionen (v.a. Kopf) sorgen in diesem Setting ebenfalls für einen sofortigen Permadeath, müssen im Vorfeld aber mit Rollenspiel/direkter Interaktion abgehandelt worden sein. Sogenannte »Hinrichtungsanträge« sind nicht notwendig. Eine freie Entscheidung, ob eure Charaktere sowas überleben, habt ihr in diesem Fall nicht.
Second Chance
Tot bleibt tot. Erleidet ihr mit eurem Hauptcharakter einen Charaktertod, ist dieser permanent aus dem Event entfernt. Für euch als Spielende besteht allerdings die Chance, weiterhin teilzunehmen, wenn ihr möchtet.
Mit einem Nebencharakter mit eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten ist das Weiterspielen möglich, wenngleich ihr die Geschichte nicht mehr so aktiv mitgestalten könnt wie zuvor. Dieser Nebencharakter bekommt von uns bestimmte Anweisungen, was getan und unterlassen werden muss.
Sanktionen
Vergehen gegen dieses Regelwerk werden versucht so lange wie möglich ingame zu sanktionieren.
Bei geringeren Verstößen kann dies beispielsweise in Form von ungewollter Aufmerksamkeit auf Verhalten, Aussagen oder Geheimnisse betroffener Charaktere gelöst werden. Bei größeren Verstößen werden die Konsequenzen entsprechend skalieren.
Die härteste Form der Ingame-Sanktion ist der Permadeath eines Charakters. Bei Verstößen, die nicht ingame sanktioniert werden, werden betroffene Teilnehmende direkt vom Projekt ausgeschlossen und bekommen keinen „Ingame-Abschied“.
OOC-Verhalten
Trotz der Härte des Eventsettings, findet sich hier kein Platz für Exploiter, Trolle, Toxizität, diskriminierendes, sexistisches oder menschenfeindliches Verhalten. Sollten wir der Meinung sein, dass euer IC & OOC-Verhalten unseren Vorstellungen und Werten für ein gesundes, gemeinsames Miteinander nicht entsprechen, werden wir euch ohne Weiteres aus dem Event entfernen.
Streamende Personen sind zudem dazu angehalten, ihre Chats so zu moderieren, dass RP-Bewertungen und Diffamierungen von anderen Teilnehmenden umgehend zu unterbinden ist. Wird dem nicht ausreichend nachgekommen, kann ein Ausschluss aus dem Event erfolgen.
Kritik am Projekt selbst kann jederzeit als konstruktives Feedback geäußert und an die Verantwortlichen herangetragen werden. Bedenkt dabei jedoch bitte die außergewöhnlichen Umstände, die nicht mit Langzeitprojekten und deren Teamgrößen zu vergleichen sind.